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27.08.2010

Workshop zum Konzept der "Learning stories"

„Das ist der Spaß an den Lerngeschichten: man folgt den Kindern auf ihrem Weg.“ - Mitten in den Sommerferien kamen am 17. Juli 2010 50 Erzieherinnen und Kitaleiterinnen auf Einladung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nach Frankfurt, um sich in einem Workshop mit drei Expertinnen aus Neuseeland, sich aus erster Hand über das Konzept der „learning stories“ zu informieren.
Alison Brierley, Lorraine Sands, und Julie Killick (von links), Foto: Torsten Krey-Gerve

Ende der 1990er Jahre wurde in Neuseeland ein neues Curriculum für die frühkindliche Bildung ("Te Whariki") entwickelt. Damit wurde ein grundlegender Wandel im Bildungsverständnis eingeleitet. Ging man zuvor davon aus, dass die Entwicklung des Kindes sein Lernen bestimmt, so ist man heute der Überzeugung, dass das Lernen des Kindes für seine Entwicklung maßgeblich ist. Das Lernen folgt nicht einer stringenten Abfolge von entwicklungs-psychologisch erklärbaren Schritten, sondern ist ein komplexer Vorgang, der im Wechselspiel des Kindes mit anderen Menschen, Gegenständen und an verschiedenen Orten geschieht. Kinder leben nicht in fachspezifischen Segmenten, die man in curriculares Lernen zerlegen kann. Lernen ist situationsbezogen und folgt dem jeweils individuellen Tempo und den eigensinnigen Interessen des Kindes. Wissenschaftlich ging man den Schritt von einer psychologischen Entwicklungstheorie zu einer soziokulturellen Theorie des Lernens.

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