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Hamburger Volksentscheid verpasst Chance"Hamburg hätte als Vorreiterin die Wende weg von der rückwärts gewandten Schulpolitik hin zu einer modernen Pädagogik machen können. Stattdessen konnte sich nun Walter Scheuerl mit seiner Angstkampagne durchsetzen“ bewertet Bullan das Ergebnis. Scheuerl, der Sprecher der Initiative „Wir wollen lernen“ habe mit viel Geld im Hintergrund zur Verunsicherung und Einschüchterung beigetragen. Dem Rechtsanwalt, Vater zweier Kinder und seit bald zehn Jahren Elternrat in einem Gymnasium in einem vornehmen Hamburger Stadtteil sei es gelungen mit Geld und Einfluss Privilegien zu sichern. „Die Angstkampagne der Reformgegner hat gesiegt. Es ist ihnen gelungen, bei vielen Menschen Verlustängste für die Lernbedingungen ihrer Kinder zu erzeugen“, meint auch Ulrich Thöne der Vorsitzende des GEW-Bundesverbandes.
Trotz der gescheiterten Schulreform solle jetzt niemand voreilige Schlüsse ziehen, so Thöne weiter. Dies sei das Ergebnis einer politisch zugespitzten Entwicklung in einer Großstadt und könne nicht zum Maßstab für die Entwicklung in anderen Bundesländern genommen werden.
Auch Bullan will nicht ganz pessimistisch in die Zukunft blicken: Der Einsatz von Tausenden von Menschen aus Gewerkschaften, Parteien Eltern,- Lehrer- und Schülerverbänden aber auch vielen anderen im Bündnis der Schulverbesserer habe gezeigt, dass die Debatte über die Gerechtigkeit von Schule sich nicht mehr zurückdrehen lasse. „Früher oder später führt kein Weg daran vorbei, dass alle Kinder länger als vier Jahre miteinander lernen“ so der Vorsitzende der GEW Hamburg.
Außerdem sei die Abstimmung sicherlich in Teilen auch Ausdruck der Unzufriedenheit der Hamburger Bürger und Bürgerinnen mit der lokalen Politik.