Europäisches Gewerkschaftskomitee für Bildung und Wissenschaft

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Das Europäische Gewerkschaftskomitee für Bildung und Wissenschaft ist der Zusammenschluss nationaler Bildungsgewerkschaften in Europa und vertritt deren Interessen gegenüber der Europäischen Union.
 

Das EGBW (englisch: European Trade Union Committee for Education – ETUCE) bündelt und vertritt die Interessen der Bildungsgewerkschaften in den 27 Ländern der EU und den weiteren drei Ländern (Norwegen, Island, Liechtenstein) des EWR (Europäischer Wirtschaftsraum). Ihm gehören 114 Gewerkschaften mit 5,5 Millionen Mitgliedern an.

Als Mitgliedsorganisationen der Bildungsinternationale (BI) sind sie zugleich Teil der paneuropäischen Struktur der BI, die zusätzlich auch Gewerkschaften in europäischen Ländern außerhalb von EU und EWR umfasst. Innerhalb der paneuropäischen BI-Struktur ist das EGBW eine politisch, organisatorisch und finanziell autonome Organisation, die gegenüber der EU als anerkannter sozialer Partner für den Bildungssektor agiert.

Die Meinungsbildung und politische Arbeit des EGBW erfolgt in enger Kooperation mit der paneuropäischen Struktur der Bildungsinternationale. Im Vorstand des EGBW wird die GEW durch den Vorsitzenden Ulrich Thöne vertreten. Das EGBW besitzt ein Sekretariat in Brüssel mit einem hauptamtlichen Generalsekretär (Martin Roemer) und einem Stab von MitarbeiterInnen, welche die EU-spezifische Gewerkschaftspolitik entwickeln bzw. umsetzen.

Unterstützt wird diese Arbeit durch ein „Netz von Netzwerken“, in denen ExpertInnen und VertreterInnen von Mitgliedsgewerkschaften kontinuierlich zu zentralen Aufgabenfeldern mitarbeiten ( „Arbeitsbedingungen“, „Qualität in der Bildung“, „Hochschulbildung“). Zudem tragen Seminare, Workshops, Konferenzen und EU-Projekte dazu bei, dass die GEW und die anderen Mitgliedsgewerkschaften in den Prozess der europäischen Meinungsbildung einbezogen und die Politik des EGBW auf eine breite und kompetente Basis gestellt werden.

Die Schwerpunktaktivitäten des EGBW stehen in engem Zusammenhang mit den Prioritäten der EU in der Wirtschafts-, Sozial- und Bildungspolitik und deren aktuellen Entwicklung:


  • Sozialer Dialog im Bildungssektor
  • Bologna-Prozess: Entwicklung eines europäischen Hochschulraums
  • Europäischer Qualifikationsrahmen
  • Lebenslanges Lernen

Darüber hinaus startet das EGBW eigene Initiativen und Projekte (z.B. „Stress im Lehrerberuf“, „Gewalt an der Schule“, "E-Learning im Lehrerberuf", "Lehrerausbildung in Europa") und beteiligt sich an Initiativen des Europäischen Gewerkschaftsbundes (z.B. Kampagnen für einen starken öffentlichen Dienst, Aktionen für faire Bezahlung).



Europäische Bildungsgewerkschaften demonstrieren im April 2008 in Ljubljana für ein soziales Europa
(Fotos: ETUCE)


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