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02.05.2011

Bildung für Mädchen weltweit

"Erzähle uns eine Geschichte“, damit mehr Mädchen in armen Ländern zur Schule gehen und mehr Frauen Lesen und Schreiben lernen. Die Globale Bildungskampagne ruft zu weltweiten Aktionswochen im Mai 2011 auf.

Die Globale Bildungskampagne setzt sich für die Verwirklichung des Rechts auf Bildung für alle weltweit bis zum Jahr 2015 ein. Mit jährlichen Aktionswochen fordert sie von den Politikern die Einhaltung ihrer Versprechen und finanziellen Zusagen, um dieses Ziel zu erreichen. Die GEW ist eine von zehn deutschen Mitgliedsorganisationen der Globalen Bildungskampagne und lädt zur Teilnahme an den globalen Aktionswochen vom 2. bis 31. Mai 2011 ein, die unter dem Motto "Erzähle uns ein Geschichte - Bildung für Mädchen und Frauen weltweit" stehen.

Geschichten über Mädchen und Frauen

Ob als Bericht, Interview, Theaterstück oder als Rapsong – jede und jeder ist aufgerufen, eigene Geschichten zu erzählen und mitzumachen. Die Geschichten sollen zeigen, wie sich das Leben von Mädchen und Frauen durch Bildung zum Positiven verändert. In vielen armen Ländern sind Mädchen benachteiligt, wenn es um Bildung geht. Schon der Mangel an Lehrerinnen oder das Fehlen von getrennten Toiletten kann dazu führen, dass Eltern ihre Töchter nicht zur Schule gehen lassen. Beim Ausbau von nationalen Bildungssystemen ist deswegen unbedingt darauf zu achten, dass den Bedürfnissen von Mädchen Rechnung getragen wird, damit mehr Mädchen ihr Menschenrecht auf Bildung wahrnehmen können.

Mehr Geld für Bildung in der Entwicklungszusammenarbeit

Bildung für Mädchen weltweit lohnt sich! Daran soll besonders die deutsche Bundesregierung erinnert werden, wenn ihr die Geschichten im Anschluss an die Aktion übergeben werden. Denn die Bundesregierung wendet immer noch viel zu wenig Mittel der Entwicklungszusammenarbeit für Bildung in armen Ländern auf. Je mehr Geschichten zusammenkommen, desto größer wird der öffentliche Druck auf Politikerinnen und Politiker, hier in Deutschland und weltweit. Sie sollen den Versprechen aus dem Jahr 2000 endlich Taten folgen lassen und jedem Kind bis 2015 eine gebührenfreie, qualitativ gute Grundbildung garantieren. Bei 67 Millionen Kindern, die heute weltweit nicht zur Schule gehen können, ist der Weg noch lang und entschlossenes politisches Handeln dringend notwendig.
 
Zeichen setzen für das Recht auf Bildung für alle

Schon in den vergangenen Jahren haben zahlreiche Schulen und viele andere Bildungseinrichtungen an den Aktionswochen der Globalen Bildungskampagne teilgenommen. Sie haben die kostenlosen Unterrichts- und Aktionsmaterialien genutzt, um das Thema "Bildung für alle“ im Unterricht zu behandeln, Aktionsbeiträge zu erstellen, Veranstaltungen zu organisieren und mit Politikerinnen und Politikern zu diskutieren. Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Anmeldungen erwartet. Unterrichtsmaterialien, Poster und Flyer stellt die Globale Bildungskampagne kostenlos zur Verfügung. GEW Vorstandsmitglied Anne Jenter fordert dazu auf, sich mit eigenen Initiativen an den weltweiten Aktionswochen zu beteiligen. "Jeder kann mitmachen und sich für das Recht auf Bildung für Mädchen und Frauen einsetzen. Das Thema eignet sich sehr gut zur Behandlung im Unterricht. Man kann auch Fußballturniere organisieren und die Fußballweltmeisterschaft der Frauen in Deutschland dazu nutzen, der Forderung nach Bildung für Mädchen und Frauen weltweit Nachdruck zu verleihen."

Links: Schülerin in Marokko
Mitte: Lesen lernen in einer Grundschule in Pakistan
Rechts: Alphabetisierung von Frauen in Mali

Kontakt:
Globale Bildungskampagne
Maren Jesaitis
c/o Oxfam Deutschland e.V.
Greifswalder Str. 33a
10405 Berlin
E-Mail: E-Mail-Adresse
Tel: 030 45 30 69 38
Fax: 030 45 30 69 39


Text: Globale Bildungskampagne/GEW
Fotos: Globale Bildungskampagne, UNESCO/Abdelhak Senna, Akhtar Soomro, Bakary Emmanuel Daoo

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