Startseite


 
 
 
 
 
 
 
 
16.04.2012

BigBrotherAward 2012 für kostenpflichtige Schulwasserspender der Firma Brita

Der diesjährige "BigBrotherAward 2012" in der Kategorie Wirtschaft geht an die Firma Brita GmbH für ihre kostenpflichtigen Wasserspender in Schulen. Die Wasserspender werden unter dem Namen „Schoolwater“ vermarktet und geben nur dann Wasser ab, wenn ein Kind es mit einer mit einem RFID-Funkchip verwanzten Flasche abzapft.

Mit dieser kritischen Bewertung soll auf die Gefahren von Funkchips, die man berührungslos auslesen kann, hingewiesen werden. Nach Auffassung der Jury zeigt dieses Wasserflaschen-System in besonders eklatanter Weise den Versuch, Übertechnisierung, Überwachung und Bevormundung schon im frühen Kindesalter zu etablieren. Außerdem kritisieren die Organisatoren mit ihrer Preisvergabe, dass damit Wasser zu einem teuren, exklusiven Lebensmittel gemacht werde, anstatt es Kindern in der Schule als allgemeine Gesundheitsvorsorge unbegrenzt zur Verfügung zu stellen.

Die BigBrotherAwards werden an Firmen, Organisationen und Personen verliehen, die in besonderer Weise und nachhaltig die Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen oder persönliche Daten Dritten zugänglich machen. Die BigBrotherAwards sind ein internationales Projekt. In bisher 19 Ländern wurden fragwürdige Praktiken mit diesen Preisen ausgezeichnet.

Die BigBrotherAwards Deutschland wurden vor 12 Jahren ins Leben gerufen, um die öffentliche Diskussion um Privatsphäre und Datenschutz zu fördern – sie sollen missbräuchlichen Umgang mit Technik und Informationen zeigen. Die diesjährigen deutschen Big Brother Awards wurde in sieben Kategorien vergeben: "Behörden und Verwaltung", "Kommunikation", "Politik", Verbraucherschutz", "Technik", "Arbeitswelt" und in der Kategorie "Wirtschaft".

/ zum Seitenanfang