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Äthiopien: Meqcha Mengistu ist endlich freiMeqcha Mengistu wurde zunächst am 10. November 2005 zusammen mit 67 anderen Lehrkräften während der öffentlichen Unruhen nach den landesweiten Wahlen im Mai 2005 verhaftet. Bei seiner zweiten Inhaftierung (17. Dezember 2006) wurde er beschuldigt, Mitglied einer illegalen Organisation namens Ethiopian Patriotic Front zu sein. Als er am 28. April 2009 für schuldig befunden wurde, warf man ihm vor, eine weitere, nicht näher bezeichnete Rebellengruppe zu unterstützen. Nach seiner Freilassung wurde ihm jedoch die Führung der ehemaligen „Coalition for Unity and Democracy (CUD)“ zugeschrieben.
Mengistu hat eine politische Zugehörigkeit zu jeder dieser Organisationen immer abgestritten. Aktivisten der ehemaligen ETA (jetzt: National Teachers Association - NTA) glauben, dass ihr Freund und Kollege wegen seiner Aktivitäten in der unabhängigen Lehrergewerkschaft verhaftet, festgehalten und misshandelt wurde, die seit Jahren von der äthiopischen Regierung drangsaliert wird. Trotz der Misshandlungen, denen er im Gefängnis ausgesetzt war, sind seine Gesundheit und seine seelisch-geistige Verfassung gut.
Meqcha ist nun wieder bei seiner Frau und seinen zwei Kindern im östlichen Teil des Landes, wo sie während der letzten drei Jahre bei seinen Schwiegereltern gelebt haben. Der GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne hatte sich in der Vergangenheit mehrfach für die Freilassung Mengistus und anderer inhaftierter Gewerkschafter sowie für die Anerkennung einer unabhängigen Lehrergewerkschaft in Äthiopien eingesetzt.