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25.04.2006

7. Familienbericht

"Wer Kinder hat, hat Pech gehabt", kommentierte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), in einer Presseerklärung der GEW den heute in Berlin vorgestellten Familienbericht der Bundesregierung. "Das ist beschämend für ein so reiches Land wie die Bundesrepublik."

Am 3. August 2007 hat die Kommission der Europäischen Gemeinschaften eine Mitteilung zur „Verbesserung der Qualität der Lehrerbildung“ vorgelegt (KOM [2007] 392 vom 03.08.2007). Sie will damit einen Beitrag leisten, um die im März 2000 von den europäischen Mitgliedstaaten vereinbarten Jahrtausend-Ziele hinsichtlich des sozialen Zusammenhalts, der Wettbewerbsfähigkeit und des Wachstum zu erreichen. Ausgehend von einer aktuellen Bestandsaufnahme der Aus- und Fortbildung von LehrerInnen beschreibt die Europäische Kommission zunächst charakteristische Professionsmerkmale (Geschlecht, Alter, Arbeitsentgelt) von Lehrerinnen und Lehrern. Sie stellt fest, dass „die Herausforderungen, die sich dem Lehrerberuf stellen, ... im Wesentlichen überall in der Europäischen Union die gleichen“ sind. Deshalb empfiehlt die Europäische Kommission den Mitgliedsstaaten eine Verständigung auf „Gemeinsame Grundsätze für Kompetenzen und Qualifikationen von Lehrkräften“, um sicherzustellen, dass die Erstausbildung und die berufliche Weiterbildung der Lehrkräfte auf koordinierte und kohärente Weise erfolgt und hierfür angemessene Mittel bereitgestellt werden. Weiter hält es die Europäische Kommission für unverzichtbar, dass alle Lehrkräfte über das Wissen, die Einstellungen und die pädagogischen Fähigkeiten verfügen, die sie benötigen, um effizient arbeiten zu können. Sie plädiert für eine Kultur der reflexiven Praxis, für die Professionsforschung sowie für eine Statusverbesserung und gesellschaftliche Anerkennung des Lehrerberufs.

Am 10. Oktober 2007 hat der Geschäftsführende Vorstand der GEW dazu Stellung genommen. Am 14. November 2007 hat der Bildungsausschuss des europäischen Gewerkschaftsbundes (European Trade Union Committee for Education – ETUCE) eine Stellungnahme verabschiedet.
Die GEW begrüßt es ausdrücklich, dass die Europäische Kommission die Verbesserung der Qualität der LehrerInnenbildung auf die Agenda der europäischen Bildungspolitik setzt.

Der siebte Familienbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat den Wandel und die Stabilität von Familien sowie Veränderungen im Bereich Arbeit, Bildung und Wirtschaft untersucht.

Weitere Themenschwerpunkten des Familienberichts sind Geld- und Zeitökonomie von Familien, die Generationenbeziehungen zwischen Kindern, Eltern und Großeltern sowie die Veränderungen der Geschlechterrollen. Der Bericht soll mit Hilfe von Zukunftsszenarien mittelfristige Perspektiven erschließen und Handlungsempfehlungen geben.

Als Kommissionsmitglieder waren beteiligt:
Prof. Dr. Jutta Almendinger, Direktorin des IAB Nürnberg
Prof. Hans Bertram, Humboldt-Universität Berlin (Vorsitzender)
Prof. Wassilios Fthenakis, Institut für Frühpädagogik München
Prof. Dr. Helga Krüger, Universität Bremen
Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Universität Gießen
Dr. Katharina Spieß, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Berlin
Prof. Dr. Marc Szydlik, Universität Zürich

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