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05/2007

Schwerpunkt Bildungsfinanzierung
 

01.05.2007  -  Reformen sind angesagt, doch Defizite überwiegen: Die Politik verweigert das Geld

Wer soll das bezahlen?

Politik ist seit den PISA-Studien unter Reformdruck geraten. Deshalb fordern Politiker in Bund und Ländern, Schüler stärker individuell zu fördern, die Qualität des Unterrichts zu verbessern und Schulentwicklung zu betreiben. Und sie versprechen, dafür mehr Geld bereitzustellen. Doch schaut man sich in den Schulen, beispielsweise in Nordrhein-Westfalen, einmal genauer um, hapert und mangelt es an allen Ecken und Enden: Es fehlen Lehrkräfte, es fehlen Sozialpädagogen, es fehlen Ressourcen, etwa um Arbeitsräume zeitgemäß auszustatten oder marode Gebäude zu renovieren. Lehrer haben die Ärmel hochgekrempelt, um bessere Schule zu machen … Aber: Wo bleiben die versprochenen Mittel, um das zu finanzieren?  / mehr...


01.05.2007  -  Nische für akademische Lehrer: Wissenschaftsrat will Lehrprofessur einführen

Aufwertung fürs Stiefkind?

Ein Vorschlag des Wissenschaftsrats treibt Hochschulpolitik und Fachöffentlichkeit um: Der Lehrprofessor soll neben dem herkömmlichen Professor etabliert werden. Gewiss, die Aufwertung der Lehre ist überfällig. Aber, so die Kritik der GEW, ein Nischendasein sollte ihr nicht zugewiesen werden.  / mehr...


01.05.2007  -  E&W-Serie: Bildung in Nordrhein-Westfalen

„Die Lehrer sind stinkig“

Schaut man sich das Bildungswesen in Nordrhein-Westfalen (NRW) genauer an und misst es an dem von CDU- und FDP-Regierungskoalition formulierten Anspruch, ein modernes Bildungssystem schaffen zu wollen, so wird es diesem wohl kaum gerecht: Reformfluten überfordern und überlasten Lehrkräfte, Turbo-Abi und Kopfnoten verärgern Eltern und Schüler. Auch in Kitas und Hochschulen zeigt sich NRW ebenfalls nicht als Musterland.  / mehr...


01.05.2007  -  Sprachtests in Nordrhein-Westfalen

Es geht nicht um die Kinder

Im März 2007 mussten sich alle vierjährigen Kinder in Nordrhein-Westfalen einem Sprachtest unterziehen: Delfin 4. Der Name ist nicht etwa eine possierliche Reminiszenz an Flipper, sondern meint „Diagnostik, Elternarbeit und Förderung der Sprachkompetenz Vierjähriger in NRW“. Das Ergebnis: von 145 000 Kindern sind 95 000 durchgefallen. War der Test zu schwer oder sind die Kinder zu dumm? Nein, der Test ist schlecht – ein Armutszeugnis der Pädagogik.  / mehr...


01.05.2007  -  „Krippenspiel“: Deutschland debattiert auch sein Familienleitbild

Rabenmütter?

Nur in der deutschen Sprache gibt es das böse Wort „Rabenmutter“ – als ein polemisches Synonym für diejenigen Mütter, die ihre kleinen Kinder in „fremde“ Betreuung geben, um Beruf und Karriere nachzugehen. Die westdeutsche Familienidylle der 1950er- und 1960er-Jahre mit ihrem überkommenen Frauenbild feiert in der aktuellen Debatte um den Ausbau der Kleinkinderbetreuung wieder fröhlich Urständ. Im Nachbarland Dänemark dagegen gilt solch „Schlechtes Gewissen-Machen“ nicht: 83 Prozent der unter Dreijährigen werden dort in Krippen oder von Tagesmüttern betreut.  / mehr...

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